Zum Inhalt springen
KostenEignungs-CheckÜber unsKontakt

Bleaching-Test der Stiftung Warentest: Was der Test 2026 ergab – und was ein „Testsieger“ wirklich heißt

Geprüft am 25.10.2026Lesezeit 5 Minuten4 Quellen
Inhalt dieser Seite
  1. Das Ergebnis in Kürze
  2. So hat die Stiftung Warentest geprüft
  3. Der erste Test 2006: nur ein Produkt deutlich sichtbar
  4. „Testsieger“ beim Bleaching für zu Hause: Worauf du achten solltest
  5. Welche Methode passt zu dir?
  6. Häufige Fragen

Das Wichtigste in Kürze

  • Stiftung Warentest hat im April 2026 (test 5/2026) 13 Bleichmittel für zu Hause geprüft – Seren, Gele, Strips und Sets, drei mit LED-Lampe.
  • Die Noten reichen von „gut“ bis „ausreichend“; Preise von 4,99 bis 90 Euro. Testsieger und Einzelnoten stehen nur in der kostenpflichtigen Tabelle.
  • Bewertet wurden Bleichwirkung (50 %), Zahnschonung (35 %), Werbeaussagen (10 %) und Verpackung (5 %) – gemessen im Labor an Rinderzahnschmelz.
  • Im ersten Test 2006 wirkten nur die Blend-a-med Whitestrips deutlich sichtbar; fast jeder Fünfte hatte anfangs empfindliche Zähne.
  • Frei verkäufliche Mittel dürfen in der EU höchstens 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid enthalten – deutlich stärker bleicht nur der Zahnarzt.

Das Ergebnis in Kürze

Die Stiftung Warentest hat im April 2026 (Heft test 5/2026) 13 Zahnbleichmittel für zu Hause geprüft: Seren, Gele, Whitening-Strips und Sets, drei davon mit LED-Lampe. Die Gesamtnoten reichen von „gut“ bis „ausreichend“. Ein „sehr gut“ gab es nicht, ein „mangelhaft“ auch nicht. Die günstigsten Streifen kosteten 4,99 Euro, das teuerste Set aus Serum und LED-Lampe 90 Euro. Unter den geprüften Marken waren unter anderem Colgate, Perlweiss, Rapid White und Alpine White.

Welches Produkt genau Testsieger ist und welche Note jedes einzelne Mittel bekommen hat, veröffentlicht die Stiftung Warentest nur in der kostenpflichtigen Testtabelle auf test.de und im Heft. Wir nennen deshalb hier keine Platzierungen, die wir nicht selbst belegen können – Seiten, die einen „Warentest-Testsieger“ samt Kauflink versprechen, ohne Heft und Datum zu nennen, solltest du mit Vorsicht lesen.

Für deine Kaufentscheidung hilft die Testmethode mehr als ein Name: Die Schonung des Zahnschmelzes zählt fast so viel wie die Bleichwirkung, und übertriebene Werbeversprechen kosten Noten. Genau darauf kannst du auch bei Produkten achten, die nicht im Test waren.

So hat die Stiftung Warentest geprüft

Getestet wurde nicht an Menschen, sondern im Labor an Zahnschmelz von Rinderzähnen. Die Proben wurden zuerst künstlich verfärbt, dann mit jedem Mittel so lange gebleicht, wie es die Anleitung höchstens erlaubt. Zwischen den Anwendungen lagen die Proben in künstlichem Speichel und wurden geputzt wie bei zweimal täglichem Zähneputzen. Ein Spektralfotometer hat danach gemessen, wie stark sich die Farbe verändert hat.

Für die Zahnschonung wurden Rauheit und Härte des Schmelzes vor und nach der Kur gemessen – die Rauheit mit einem optischen Profilometer, die Härte mit einem Mikrohärteprüfer nach Vickers. Ein rauer oder weicher gewordener Schmelz nimmt Farbstoffe schneller wieder auf und ist anfälliger.

PrüfpunktAnteil an der NoteWas das für dich heißt
Bleichwirkung50 %Wie viel heller der Schmelz nach der vollen Kur gemessen wurde
Zahnschonung35 %Ob der Schmelz rauer oder weicher wurde
Deklaration und Werbeaussagen10 %Ob Packung und Werbung halten, was sie versprechen
Verpackung5 %Eigene Bewertung der Packung
Schadstoffe im Kunststoffzubehör0 %Geprüft (z. B. Schienen, LED-Lampen), ohne eigenen Anteil an der Note

Zwei Abwertungsregeln sind für dich besonders nützlich: War die Zahnschonung nur „ausreichend“, verschlechterte sich die Gesamtnote um eine halbe Stufe. Waren die Werbeaussagen nur „ausreichend“ oder „mangelhaft“, gab es eine halbe beziehungsweise ganze Note Abzug. Ein Mittel kann also stark bleichen und trotzdem nur mittelmäßig abschneiden, wenn es den Schmelz angreift oder mehr verspricht, als es kann.

Nicht geprüft wurde, wie das Licht der LED-Lampen auf Augen und Haut wirkt. Ein Set aus dem Test, das Colgate Max White LED-Kit, ist laut Stiftung Warentest inzwischen nicht mehr im Handel.

Der erste Test 2006: nur ein Produkt deutlich sichtbar

Schon im Februar 2006 hatte die Stiftung Warentest neun Zahnbleichmittel für zu Hause untersucht. Damals machten nur die Blend-a-med Whitestrips den gelblich-grauen Zahnton der Testpersonen deutlich heller und natürlicher. Alle anderen Mittel kamen höchstens auf „befriedigend“, oft nur auf „ausreichend“, ihre Wirkung war mit bloßem Auge kaum zu sehen. Fast jeder Fünfte bekam zu Beginn der Anwendung heiß-kalt-empfindliche Zähne oder gereiztes Zahnfleisch; die Beschwerden verschwanden meist nach wenigen Tagen.

Der Test ist heute vor allem historisch interessant: Seit 2012 gilt in der EU die Grenze von 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid für frei verkäufliche Mittel. Die Hersteller setzen seitdem häufig auf Ersatzwirkstoffe wie PAP (Phthalimidoperoxycapronsäure) – mehr dazu im Artikel über Wasserstoffperoxid und Carbamidperoxid.

Test 2006Test 2026
Veröffentlichttest 2/2006test 5/2026 (27.04.2026)
Produkte913 (Seren, Gele, Strips, Sets; 3 mit LED)
Notenspannenur ein Produkt deutlich sichtbar, sonst höchstens „befriedigend“„gut“ bis „ausreichend“
Erlaubter Wirkstoff frei verkäuflichvor der 0,1-%-Grenzehöchstens 0,1 % H₂O₂ oder Ersatzstoffe
Preise–4,99 bis 90 Euro

„Testsieger“ beim Bleaching für zu Hause: Worauf du achten solltest

Wer nach „Bleaching zuhause Testsieger“ sucht, landet oft auf Vergleichsseiten, die ein Produkt zum Sieger küren. Ein „Testsieger“ ist aber nur so viel wert wie der Test dahinter. Diese Fragen helfen dir beim Einordnen:

  1. Wer hat getestet – und wie? Seriöse Tests nennen Labor, Messverfahren und Gewichtung. Eine Stiftung-Warentest-Note ohne Heftnummer und Datum ist kein Beleg.
  2. Wie alt ist das Ergebnis? Rezepturen ändern sich, Produkte verschwinden. Ein Siegel von 2006 sagt über das heutige Produkt wenig.
  3. Wurde der Zahnschmelz geprüft? Starke Aufhellung allein reicht nicht – im Warentest zählt die Zahnschonung 35 Prozent.
  4. Passt der Wirkstoff zur EU-Grenze? Frei verkäufliche Mittel dürfen höchstens 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid enthalten. Produkte mit höheren Angaben aus dem Ausland sind in der EU für die Selbstanwendung nicht erlaubt.
  5. Was verspricht die Packung? Große Versprechen zur Zahl der „Nuancen“ sind keine Messung. Die Stiftung Warentest prüft Werbeaussagen eigens und wertet Übertreibungen ab.

Ob ein Mittel bei dir wirkt, hängt stark von der Ursache der Verfärbung ab. Beläge von Kaffee und Tee entfernt oft schon eine professionelle Zahnreinigung. Füllungen, Kronen und Veneers hellen nie mit auf.

Welche Methode passt zu dir?

Der Warentest vergleicht Produkte innerhalb des Drogerie-Rahmens. Wenn du deutlich hellere Zähne willst, lohnt der Blick über diesen Rahmen hinaus: Beim Zahnarzt sind bis zu 6 Prozent Wasserstoffperoxid erlaubt, entsprechend stärker ist der Effekt – aber auch der Preis.

MethodeWirkstoffPreis etwaMehr dazu
Whitening-Strips≤ 0,1 % H₂O₂ oder PAP10–40 €Strips
Gel, Serum, Set mit Schiene oder LED≤ 0,1 % H₂O₂ oder PAP20–90 €Schiene und Gel
Bleaching-Stift≤ 0,1 % H₂O₂ oder PAP10–25 €Whitening Pen
Home-Bleaching mit Zahnarzt-Schienebis 6 % H₂O₂200–400 €Kosten
In-Office-Bleachingbis 6 % H₂O₂350–700 €Beim Zahnarzt

Die Preisspannen entsprechen den Angaben auf unserer Kostenseite (Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest, Praxispreise 2026). Vor jeder Kur gilt: Zähne und Zahnfleisch sollten gesund sein, unter 18 Jahren und in der Schwangerschaft wird nicht gebleicht. Ob Bleaching für dich infrage kommt, prüfst du mit unserem Eignungs-Check im Artikel Ist Bleaching schädlich?

Häufige Fragen

Wer ist Testsieger bei Stiftung Warentest im Bleaching-Test?

Die Stiftung Warentest hat im Heft 5/2026 13 Bleichmittel für zu Hause getestet; die Noten reichen von „gut“ bis „ausreichend“. Welches Produkt vorne liegt, steht in der kostenpflichtigen Testtabelle auf test.de. Wir nennen keine Platzierung, die wir nicht belegen können.

Hat ein Bleaching-Mittel bei Stiftung Warentest „sehr gut“ bekommen?

Nein. Die beste Gesamtnote im Test 5/2026 war „gut“, die schlechteste „ausreichend“.

Wurden Whitening-Strips von Stiftung Warentest getestet?

Ja, in beiden Tests. 2006 waren die Blend-a-med Whitestrips das einzige Produkt mit deutlich sichtbarer Wirkung; 2026 waren Strips neben Seren, Gelen und Sets wieder dabei.

Wie hat die Stiftung Warentest die Bleichwirkung gemessen?

Im Labor an künstlich verfärbtem Zahnschmelz von Rindern: maximal erlaubte Anwendungsdauer, dazwischen künstlicher Speichel und Putzen, danach Farbmessung mit einem Spektralfotometer.

Sind getestete Bleaching-Mittel für jeden geeignet?

Nein. Bei Karies, entzündetem Zahnfleisch, unter 18 Jahren und in der Schwangerschaft solltest du nicht bleichen. Lass die Zähne vorher zahnärztlich untersuchen. Dieser Artikel ersetzt keine zahnärztliche Beratung.

Quellen

  1. Stiftung Warentest: Zahnbleaching-Mittel im Test (test 5/2026, veröffentlicht 27.04.2026) – https://www.test.de/zahnbleaching-zuhause-test-1335353-0/ (abgerufen 25.10.2026)
  2. Stiftung Warentest, Pressemitteilung 17.01.2006: Zähnebleichmittel – nur ein Produkt zeigt deutlich sichtbare Effekte – https://www.test.de/presse/pressemitteilungen/Zaehnebleichmittel-Nur-ein-Produkt-zeigt-deutlich-sichtbare-Effekte-1340033-0/ (abgerufen 25.10.2026)
  3. Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel (Anhang III, Eintrag 12: Wasserstoffperoxid in Zahnprodukten) – https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2009/1223/oj/deu (abgerufen 25.10.2026)
  4. Verbraucherzentrale: Bleaching – Möglichkeiten der Zahnaufhellung – https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/medikamente/bleaching-moeglichkeiten-der-zahnaufhellung-12908 (abgerufen 25.10.2026)
Redaktion zaehnebleichen-bleaching.de. Vollständig neu geschrieben und gegen die genannten Quellen geprüft am 25.10.2026. Gesundheitsinformation, keine zahnärztliche Beratung – bei Schmerzen oder Unsicherheit in die Praxis.

Mehr aus Zu Hause